SPD hält am Kinderpass fest: „Aktive Teilhabe statt dumpfes Chillen“

Veröffentlicht am 04.05.2018 in Fraktion

 Tief beeindruckt vom gemeinsamen Arbeiten einer ganzen Region an der Verbesserung der Lebensumstände von Kindern aus Familien mit kleinerem Geldbeutel kehrten die SPD-Stadträtinnen Sybille Kirchner und Laura Bader vom Fachtag "Fünf Jahre SozialRegion Karlsruhe" in Stutensee zurück. „Wenn wir Teil der Technologieregion sind, warum sollten wir uns dann nicht auch der SozialRegion anschließen? Andere Städte machen es vor, was gemeinsam möglich ist – daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen“, erklärten die SPD-Stadträtinnen Sybille Kirchner und Laura Bader.

Daher hält die SPD-Fraktion auch an ihrem Vorhaben fest, einen Kinderpass in Rastatt einzuführen – am besten könne dies durch einen Beitritt zur Sozialregion erfolgen. Dadurch könne auch Kindern aus Familien mit kleinerem Geldbeutel eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden – auch dies sei ein Aspekt von Inklusion, so die SPD-Fraktion. So könnten Kinder auch unabhängig von den Eltern erste eigene Schritte unternehmen, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Kirchner und Bader: „Wir wollen aktive Teilhabe statt dumpfem Chillen. Dabei zählt jedes Kind, das diese Angebote wahrnimmt.“  Eine Familienkarte, wie sie von der Verwaltung vorgeschlagen wurde, sei „so ziemlich das Gegenteil des Kinderpasses“, da sie einseitig die begünstige, die möglichst viel konsumieren könnten („Wer hat, bekommt noch etwas obendrauf“) und daher noch zu einer Verfestigung finanzieller Unterschiede beitrage.

Bekanntlich hatte Sybille Kirchner für die SPD-Fraktion im Juni 2017 den Antrag gestellt, dass sich die Verwaltung mit dem Karlsruher Kinderpass auseinandersetzen und der Gemeinderat anschließend über einen Beitritt der Stadt Rastatt in die SozialRegion Karlsruhe befinden möge. Im März 2018 fand sich der Antrag auf der Tagesordnung des Ausschusses für Familie, Jugend, Soziales und Kultur. Eine ausführliche Diskussion und eine Entscheidung wurden vertagt, denn vom Fachtag der Sozialregion Karlsruhe versprachen sich die Ausschussmitglieder Informationen, die bei der Auseinandersetzung mit der Thematik hilfreich sein könnten. „Umso trauriger sind wir, dass bei dem Fachtag in Stutensee die Rastatter Stadtverwaltung nicht vertreten war“; erklärten die SPD-Stadträtinnen, die ihre bei dem Fachtag gewonnen Informationen aber gerne in die weiteren Beratungen einspeisen werden.

In Stutensee hatten nach der Begrüßung durch Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Sozialministerium Baden-Württemberg, die Oberbürgermeister von Stutensee und Karlsruhe, Klaus Demal und Dr. Frank Mentrup sowie der Karlsruher Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Teilnehmer der Fachtagung in das Thema eingeführt. Daran schloss sich unter anderem ein Referat von Prof. Dr. Jürgen Kegelmann, Prorektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, an.

Nach einer Podiumsdiskussion stand für Sybille Kirchner und Laura Bader fest: „ Klagen über die Verrohung von Jugendlichen, über Werteverluste und Interesselosigkeit, über Vandalismus und geringes Einbringen in die Gesellschaft führen nicht weiter. Eine personelle Verstärkung der Gemeindepolizei und die Kooperation mit der Polizei erhöhen das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger und verhindern vielleicht die eine oder andere Zerstörung. Daneben müssen wir aber alle Anstrengungen unternehmen, um  jungen Menschen Teilhabemöglichkeiten zu erschließen.“  Niemand, so die SPD-Stadträtinnen, sei  so töricht, zu glauben, dass alle Jugendliche erreicht werden können, doch jeder Einzelne, der lernt, sein Leben aktiv zu gestalten, ist ein Erfolg.

Der Kinderpass, so die SPD, sei ein Instrument, Kinder und Jugendliche mobiler zu machen, ihnen Möglichkeiten zur Gestaltung der Freizeit zu erschließen und ihnen auch zu zeigen, dass sie der Kommunalpolitik wichtig sind: „Die SPD in Rastatt will ebenso wie die in der SozialRegion vernetzten Kommunen ein Zeichen setzen im Kampf gegen Kinderarmut durch Erschließung möglichst vieler Teilhabemöglichkeiten.“

 

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