SPD-Fraktion zum Martha-Jäger-Haus: Standort gesichert / Antrag für kühle Luft angekündigt

Veröffentlicht am 22.09.2018 in Fraktion

 Mit einem Ergänzungsantrag will die SPD-Fraktion bei der Gemeinderatssitzung am Montag den Bewohnern und Beschäftigten des Martha-Jäger-Hauses ein besseres Klima für künftige heiße Sommerzeiten verschaffen. Auf ihrer Sitzung vereinbarte die SPD-Fraktion, so deren Vorsitzender Joachim Fischer, dass diese am Montag einen Ergänzungsantrag mit folgendem Inhalt stellen wird. „„Nach der Sanierung müssen mindestens die Bereiche des Pflegeheimes und der ergänzenden Pflegeangebote durch geeignete Maßnahmen eine Art Klimatisierung oder Kühlung aufweisen, die mindestens dem vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossenen Niveau für den Neubau der Hans-Thoma-Schule entspricht.“

Befassen muss sich der Gemeinderat am Montag mit dem Martha-Jäger-Haus, weil die Betriebsabgabe von der Stadt an das Klinikum Mittelbaden  sowie die Sanierung am bestehenden Standort in der Stadtmitte zur Entscheidung anstehen.

Als „großen Erfolg“ wertet die SPD, dass es bei den Verhandlungen gelungen sei, den Standort in der Herrenstraße zu sichern. Fraktionsvize Harald Ballerstaedt: „Das ist eine gute Nachricht für die Seniorinnen und Senioren, weiterhin im Herzen der Stadt zu leben und den Markt besuchen zu können. Daher haben wir auch von Anfang an darauf gedrängt.“ Eine komplette Verlagerung der Einrichtung an den Stadtrand wäre aus Sicht der SPD kaum vermittelbar gewesen. SPD-Stadträtin Sybille Kirchner: „Den Standort in der Herrenstraße zu sichern, war von Beginn an mein Herzensabliegen. Wir sind es älteren Menschen schuldig, dass diese ihre Heimatstadt auch im Alter erleben und erfahren können. Das ist ein Zeichen von Respekt und Anstand.“ Die Rheinau – dieser Standort war für einen Neubau als Ersatz für das Martha-Jäger-Haus ursprünglich vorgesehen – habe, so die SPD, zwar ihren Charme, aber das erwogene Grundstück in Rheinau-Nordliegt liege geschätzt hundert Meter vom Ende der geschlossenen Bebauung entfernt – das sei aus Sicht der SPD einfach zu sehr am Ortsrand.  

Fraktionsvize Harald Ballerstaedt betonte, wie wichtig der SPD-Fraktion der Erhalt des Standortes Innenstadt mit unmittelbarer Nähe zum Stadtteil Zay sei.
Die Achtung der Würde und der Selbstbestimmung der älteren Generation sowie eine gute Lebensqualität und Teilhabe  in der gewohnten Umgebung  seien für die SPD-Fraktion unabdingbare Punkte bei ihrer Entscheidungsfindung gewesen.

Dem Betriebsübergang wird die SPD-Fraktion demnach zustimmen. „Ein Verbleib bei der Stadt wäre mir zwar lieber gewesen, aber zumindest schafft der Betriebsübergang auf das Klinikum Mittelbaden für die Beschäftigten Arbeitsplatzsicherheit und eine langfristige Perspektive – das ist der SPD besonders wichtig“; erklärte SPD-Stadträtin Sybille Kirchner.

Zudem, so die SPD weiter, müssten auch die Folgen des nicht nur absehbaren, sondern bereits stattfindenden Klimawandels berücksichtigt werden. Daher müsse bei der Sanierung eine „Art Klimatisierung“ eingebaut werden, die mindestens dem Standard des Mitte Mai 2018 mehrheitlich vom Gemeinderat beschlossenen Neubaus der Hans-Thoma-Schule entspreche. Dort hatte der Gemeinderat bekanntlich mehrheitlich  eine „Kühlung der Zuluft“ beschlossen. Die SPD-Fraktion hatte bereits damals davor gewarnt und darauf hingewiesen, dass – wenn dies so beschlossen würde – dies künftig Standard bei allen öffentlichen Einrichtungen werden müsse. SPD-Fraktionschef Joachim Fischer: „Wenn Unterricht von sechs- bis zehnjährigen Kindern und deren Lehrern im wohl temperierten Schulgebäude stattfindet, muss dies natürlich auch und erst recht für den Lebensabend von älteren Menschen gelten.“

Wenn Grundschulkinder mit gekühlter Luft verwöhnt würden, könne es nicht angehen, dass ältere Menschen mit höheren Gesundheitsrisiken, die – so die SPD – „Deutschland mit aufgebaut habe“, angesichts des Klimawandels schwitzend in ihren Zimmern und Betten ausharren müssten. Das gleiche gelte für die Beschäftigten im Pflegebereich mit ihrer anerkannt schweren und fordernden Tätigkeit, die ebenfalls im Hochsommer besonderen Belastungen ausgesetzt sein.  

Daher sei genau jetzt, wenn der Startschuss für die Erarbeitung des baulichen Konzeptes gegeben werde, der richtige Zeitpunkt, verbindliche Maßnahmen zur Herstellung menschenwürdiger klimatischer Bedingungen im Gebäude zu beschließen und dann auch zu schaffen. Sybille Kirchner: „Zu recht würde niemand verstehen, dass wir alten Menschen das verwehren, was Schulkinder bekommen – nämlich frische, gekühlte Luft.“

 

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