SPD-Fraktion im Gespräch mit Daimler-Betriebsrat: „Pilotprojekt zur Verkehrsentlastung geplant“

Veröffentlicht am 13.03.2019 in Fraktion

 Vor „einschneidenden Veränderungen“ steht der im vergangenen Jahr gewählte Betriebsrat des Rastatter Daimler-Werkes. Das gilt für den Umbau des Konzerns zu einem „Systemanbieter Mobilität“ mit einer starken Sparte „Autobau“ und die Erweiterung des Rastatter Werkes. Dies war das Ergebnis eines Gesprächs der SPD-Fraktionsmitglieder Sybille Kirchner, Harald Ballerstaedt, Roy Zilius und Joachim Fischer aus dem Rastatter Gemeinderat mit Michael Stößer, dem Betriebsratsvorsitzenden und seinem Stellvertreter Michael Lehmann.

Zur Entlastung des erheblichen Verkehrsaufkommens zu Schichtzeiten werden bereits Konzepte erarbeitet und angepasst, um als Pilotprojekt zu starten. Durch anschließende Evaluierungen können so die fähigsten Konzepte fest implementiert werden. Die Synchronisierung des Linienbusverkehrs mit den betrieblichen Schichtzeiten konnte bereits umgesetzt werden. Weitere Projekte, um den individuellen Pendlerverkehr zu reduzieren, werden ausgearbeitet. Für das Jahr 2019 sind bereits Pilote zu neuen Mobilitätskonzepten geplant. In Kürze startet hierzu eine Erprobung, um das Fahrrad als Verkehrsmittel zur Arbeit attraktiver zu gestalten.

Ausdrücklich anerkannt wurde von Michael Stößer und Michael Lehmann, daß der Standortverantwortliche Thomas Geier die Reduzierung des Pendlerverkehrs mit Nachdruck verfolge. Betriebsratschef und –vize des, derzeit über 6.500 Mitarbeiter zählenden, Rastatter Werkes: „Zwingen können wir aber niemanden. Wir brauchen die Einsicht und die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen.“

Die SPD-Fraktion wünscht sich zur Förderung der umweltverträglicheren Mobilität, daß auch die Stadt beratend und koordinierend unterstützt. Zudem könne die Stadt durch die Beleuchtung des Radweges entlang des Werksrandes nach Ottersdorf und in die Kernstadt zur Ottersdorfer Straße einen wesentlichen Beitrag leisten. Eventuell seien hier solarbetriebene Leuchten möglich, so die SPD-Fraktionsmitglieder. SPD-Stadtrat Roy Zilius wies auf solche bereits montierten Lampen zwischen Rastatt und Rauental hin: „Das wäre ein Modell für den Radweg von Rastatt nach Ottersdorf.“

Das Rastatter Werk, so Michael Stößer und Michael Lehmann, sei wegen der stark nachgefragten Produktpalette aus Rastatt „gut ausgelastet“, was angesichts der „verunsichernden Diesel-Diskussion“ und des „riesigen Umbruchs in der Abgas-Gesetzgebung“ für die „Qualität und Strahlkraft“ der Produkte aus der Barockstadt spreche: „Rastatt ist ´Lead-Werk´ für die Kompaktwagen, was in der Stadt und in der gesamten Region zusätzliche hochqualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze sichert.“

Der 35-köpfige Betriebsrat – 19 Mitglieder wurden 2018 neu in das Gremium gewählt – stehe dabei vor der Herausforderung, mit erfahrenen Betriebsräten und Neugewählten den Wandel in der automobilen Mobilität mit zu gestalten. „Wir werden uns weiterhin für den Standort und die Beschäftigten einsetzen“, versicherten Stößer und Lehmann. Für die SPD-Fraktion signalisierten Sybille Kirchner, Harald Ballerstaedt, Roy Zilius und Fraktionschef Joachim Fischer, daß die SPD weiterhin zur Erweiterung des Werkes und damit zur Standortsicherung stehe. Gut gestaltet werden müssten nun, neben den naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen, auch das Konzept zur Entlastung der Rieddörfer und des Münchfelds durch den Bau der Querspange. Leider sei hier im Gemeinderat keine Mehrheit für eine Vereinbarung zur Entlastung der Riedorte mit Daimler vorhanden – genau so wenig dafür, die Kleingartenanlage Oberwald aus der Erweiterungsfläche vorerst zurückzustellen.

SPD und Betriebsrat verständigten sich darauf: „Der Kontakt wird fortgesetzt, denn Standortsicherung ist eine Daueraufgabe.“

 

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