SPD-Fraktion ermuntert Schulen zu G9-Zug

Veröffentlicht am 07.10.2011 in Stadtratsfraktion

Geht es nach der SPD-Fraktion im Rastatter Gemeinderat, so sollen ab dem kommenden Schuljahr 2012/2013 auch in Rastatt Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien die Wahl zwischen dem G8- und dem G9-Zug haben. SPD-Fraktionsvorsitzender Joachim Fischer: „Wir ermuntern die Schulkonferenzen von Ludwig-Wilhelm-Gymnasium und Tulla-Gymnasium, entsprechende Beschlüsse zu fassen und über die Schulleitungen Anträge beim Schulträger, der Stadt Rastatt, zu stellen.“ Joachim Fischer signalisierte für die SPD-Fraktion, diesen Anträgen im Gemeinderat dann auch zuzustimmen.

Die Möglichkeit, künftig zwischen G8 und G9 zu wählen, hatte die im Mai ins Amt gekommene grün-rote Landesregierung im Koalitionsvertrag geregelt. SPD-Stadtrat Uwe Sticher, gleichzeitig Elternbeiratsvorsitzender am „Tulla“ und Vorsitzender des Gesamtelternbeirates aller Rastatter Schulen: „Diese Wahlfreiheit ist ein wichtiger Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und Humanisierung der Schulen, da nun auch Schüler die Möglichkeit bekommen, am Gymnasium ihr Abitur abzulegen, denen der achtjährige Zug zu viel Stoffdichte und Lernintensität abverlangt hat.“ Damit nehme die Landesregierung die Menschen ernst und gestehe Ihnen die Mündigkeit zu, selber zu entscheiden, auf welchem Weg junge Menschen zum Abitur gelangen könnten und wollten. Nun gelte es, so die SPD-Fraktion, diesen Baustein auch in Rastatt anzubieten, da sich beispielsweise in Gaggenau bereits am kommenden Montag der dortige Gemeinderat mit dem Thema befasse und „G9“ am dortigen Goethe-Gymnasium auf den Weg bringen könnte. Äußerst positiv bewertete die SPD-Fraktion auch die Bereitschaft des Landes, künftig wieder zu einem Drittel die Finanzierung der Schulsozialarbeit zu übernehmen. Bekanntlich hatte die im März abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung die Kommunen, so Fraktionschef Joachim Fischer, „mit dieser Aufgabe alleine im Regen stehen lassen und sich aus der Finanzierung komplett zurück gezogen.“ Nun, begrüßte SPD-Stadträtin Sybille Kirchner, werde das Land seiner Verantwortung auch für junge Menschen mit unterschiedlichstem Förderbedarf gerecht, denn Ziel müsse es sein, langfristig die Zahl der Schulabgänger ohne Bildungsabschluss zu verringern und jedem jungen Menschen maßgeschneiderte Förderung anzubieten. „Davon profitiert der Landkreis und die Stadt Rastatt gleichermaßen“, freute sich Sybille Kirchner über die Finanzzusagen des Landes. Dies sei auch ein Beitrag zu einem menschlicheren Antlitz der Gesellschaft.

 

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