Vollversorger in der Rheinau - wie geht es weiter?

Veröffentlicht am 26.11.2010 in Ortsverein

Über 100 interessierte Rheinauer Bürger kamen am 24.11. der Einladung der SPD Fraktion und des Ortsvereines Rastatt nach.
Im Gemeindezentrum Heilig-Kreuz in der Buchenstraße wurde abermals klar: Die Entscheidung der CDU, FWG, FDP und ALG hinsichtlich des Standortes Buchenstraße ist ein Fehler.

Die BNN berichtet wie folgt:

In der Rheinau brodelt es weiter

100 Interessierte bei SPD-Veranstaltung / Demonstrationen gegen Supermarkt

Das Interesse, sich zum Thema Supermarkt auszutauschen, ist im Stadtteil Rheinau noch immer groß. Der Widerstand „formiert“ sich: Die Aussichten der Rhein-auer, einen Supermarkt am Standort Buchenstraße doch noch zu verhindern, sind nach dem am 18. Oktober gefassten Gemeinderatsbeschluss zwar nicht rosig. „Aber es gibt noch Möglichkeiten, solange nicht die Bagger rollen. Es gibt viele Beispiele, wo Planungen, die an den Menschen vorbeigehen, noch verändert wurden“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rastatter Gemeinderat, Joachim Fischer, bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung der SPD am Mittwochabend im katholischen Pfarrgemeindezent-rum Heiligkreuz. Und er fügte hinzu: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Knapp 100 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der SPD-Gemeinderatsfraktion und des SPD-Ortsvereins gefolgt, um zu erfahren, ob und wie es nun weitergeht. „Und diese große Resonanz zeigt nicht etwa Resignation, sondern Kampfgeist und Aufbruchstimmung. Unmut und Unverständnis über die Mehrheitsentscheidung, die gegen die Interessen vieler Menschen in der Rheinau verstößt, sind nach wie vor groß“, betonte Fischer mit dem Hinweis darauf, dass die SPD als einzige Fraktion zusammen mit der Wählervereinigung „Für unser Rastatt“ (FuR) den Standort bei der Sondersitzung des Gemeinderates in der Badner Halle abgelehnt habe.
Gemeinsam mit dem Architekten Rolf Hobaum informierte Fischer über den Ablauf des bevorstehenden Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplans und die Einflussmöglichkeiten der Bürger im Rahmen der Bürgerbeteiligung. „Die Sache rechtlich durchzuboxen, ist allerdings schwierig“, sagte Hobaum, der eine größere Chance darin sieht, „Verständnis zu wecken bei den politisch Entscheidenden“.
Abgesehen von der Einflussnahme auf Gemeinderat und Öffentlichkeit gebe es noch die Möglichkeit, auf den Betreiber einzuwirken und ihn mit guten Argumenten von den Nachteilen des Standorts zu überzeugen. „Für mich ist der Standort städtebaulicher Nonsens. Hier gehören Einzelhäuser hin. Ich kann in der Stadtplanung keine große Linie erkennen“, machte sich Hobaum erneut für den Standort Plittersdorfer Straße stark und forderte die Bürger auf, sich zu engagieren. „Man kann noch etwas machen. Aber es muss sich halt jemand für dieses liebenswerte Wohngebiet einsetzen.“ Und genau das wollen die Rheinauer jetzt auch tun, nachdem sowohl Fischer als auch FuR-Vorsitzender Klaus-Eckhard Walker sie zur Bildung einer Bürgerinitiative oder Interessengemeinschaft ermuntert hatten, „die den Widerstand strukturiert und koordiniert“. Nicht aufgeben und weiter Flagge zeigen, lautet jetzt die Devise.
Bereits zur Weihnachtsmarkteröffnung am heutigen Freitag wollen die Rheinauer um 16.45 Uhr demonstrieren und dann noch zwei weitere Male: zur Gemeinderatssitzung am Montag, 29. November, und am Nikolaustag, wenn im Gemeinderat der Aufstellungsbeschluss auf der Tagesordnung steht.
Und noch etwas wurde bei der Veranstaltung deutlich: Pfarrer Richard Baumann und die Christdemokraten werden wohl keine Freunde mehr, zumindest nicht in diesem Leben: „Das war doch alles schon entschieden, weil die CDU es so wollte. Das war reine Machtpolitik. Wir werden uns bei den nächsten Wahlen daran erinnern.“
Der einzige Christdemokrat, der sich in die Höhle des Löwen getraut hatte, sich mutig zu Wort meldete und die „Prügel“ bezog, war Stadtrat Horst Jochim. Mit Buh- und „Oh, her doch uff“-Rufen kommentierten die Rheinauer seine Aussage, dass die CDU ergebnisoffen in die Gemeinderatssitzung gegangen und die Entscheidung seiner Partei nicht leicht gefallen sei.

Suchen

Für Sie im Landtag

Jonas Nicolas Weber

Aktuelles aus dem Kreisverband

Banner KV 2012

Mitglied werden! Jetzt!

Rastatt im Dialog

Unsere Stadträtinnen und Stadträte